Probennahme

Da die Probenziehung eine maßgebliche Rolle in der Analytik spielt, sollten bei selbständiger Probennahme folgende Punkte beachtet werden:

  • Von der chemischen Bodenuntersuchung ist nur dann ein brauchbares Ergebnis zu erwarten, wenn bei der Probennahme ein echter Durchschnitt gezogen wird.

  • Es soll 1 Durchschnittsprobe pro Beprobungsfläche gezogen werden. Die Beprobungsflächen sind zum Beispiel: 

    • Obst- bzw. Gemüsegarten 

    • Rasen (Grünfläche)

    • Zierstrauch - Anlage 

    • Hecken

  • Bei landwirtschaftlichen Flächen (Grünland, Acker, Wald) bis zu einer Größe von 2 ha genügt eine Durchschnittsprobe, bei größeren Grundstücken sind mehrere Durchschnittsproben ratsam.

  • Von der Probennahme ausgeschlossen ist alles, was nicht dem Durchschnitt entspricht (z.B. Fehlstellen, Randstreifen, Tretacker, Geilstellen, frisch planierte Flächen, usw.)

  • Der Zeitpunkt der Probenahme sollte so gewählt werden, dass der Zeitraum zwischen der letzten Düngung und der Probenahme nicht zu kurz ist bzw. entsprechende Niederschläge gefallen sind.

  • Folgende Entnahmetiefen sollten eingehalten werden:

    • Acker: Bearbeitungstiefe (bis zur Pflugsohle, = Oberboden)

    • Grünland: 10 cm

    • Obst-, und Gemüsebau

    • Sonderkulturen: ca. 30 cm.

    • Weinbau: Oberboden 25 cm, Unterboden > 25 cm

  • Für eine Durchschnittsprobe sind ca. 15 Einstiche mit dem Bodenbohrer über die Gesamtfläche gleichmäßig verteilt notwendig.

  • Die Inhalte des Bodenbohrers in einem sauberen Kübel sorgfältig vermischen und die Probensackerl mindestens bis zur Hälfte befüllen. Probensackerl mit Flurbezeichnung beschriften.

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